

Funktionelle Medizin –
Ursachen verstehen, Gesundheit stärken
Die funktionelle Medizin ergänzt die Schulmedizin durch einen erweiterten Blick auf die Ursachen von Beschwerden. Statt vorrangig Symptome zu behandeln, wird gefragt: Warum ist eine Krankheit entstanden und wie kann ihre Entwicklung verbessert oder verhindert werden?
Dabei werden verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigt, z. B. Ernährung und Darmgesundheit, Hormon- und Stoffwechselbalance, Mikronährstoffe, Stress, Umweltbelastungen, Infektionen oder individuelle genetische Faktoren. Grundlage sind eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung und eine erweiterte (Labor-)Diagnostik.
Viele Belastungen kann der Körper über Jahre kompensieren. Werden sie jedoch früh erkannt und behandelt, lassen sich Symptome und Krankheiten oft verhindern und die Gesundheit langfristig stärken.
Ziel hierbei ist es:
- funktionelle Störungen frühzeitig zu erkennen
- die Regulationsfähigkeit zu stärken
- körpereigene Anpassungs- und Heilungsprozesse gezielt zu unterstützen.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem zellulären Energiehaushalt.

Energie aus der Zelle –
die Rolle der Mitochondrien
Ist die Mitochondrienfunktion eingeschränkt, fehlt Energie. In Folge können unter anderem Erschöpfung, verminderte Belastbarkeit, verlängerte Regenerationszeiten oder unspezifische Beschwerden auftreten. Diskutiert werden auch Zusammenhänge mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, Fibromyalgiesyndrom, Diabetes mellitus und vielen anderen Krankheitsbildern.
In der funktionellen Medizin wird der Energiehaushalt ganzheitlich betrachtet. Faktoren wie chronischer Stress, stille Entzündungen, Darmdysbalancen, Schlafmangel oder Umweltbelastungen können die Regulationsfähigkeit des Körpers beeinflussen.
Typische Beschwerdebilder sind z. B.:
Erschöpfung (Fatigue), chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen (Brain Fog), erhöhte Infektanfälligkeit oder funktionelle Magen-Darm-Beschwerden.
Das vegetative Nervensystem (VNS) –
Früherkennung für organische Störungen
Der Spannungsnerv = Stressnerv steuert die Körperfunktionen während körperlicher Anstrengung, aber auch bei Stress oder emotionaler Belastung. Dabei haben Funktionen des Verdauungssystems, des Immunsystems und der Geschlechtsorgane keine Priorität. Der Körper stellt alle Ressourcen den Körperfunktionen zur Verfügung, die für Kampf oder Flucht lebensnotwendig sind.
Der Entspannungsnerv wird in Zeiten der Ruhe und Erholung aktiv. Er ist vorrangig für den Energieaufbau verantwortlich. Die Ressourcen werden für wichtige Regenerationsprozesse aber auch für Verdauung, Stärkung des Immunsystems und für eine gesunde Reproduktionsfähigkeit bereitgestellt.

Was hat das VNS mit chronischen Erkankungen zu tun?
Lange bevor es zu einer chronsichen Erkrankung kommt, kann der Spannungsnerv selbst in Ruhezeiten aktiv sein. Diese gestörte Anpassungsfähigkeit geht mit weitreichenden Folgen für die Gesundheit einher. Zahlreiche klinische Studien haben den Zusammenhang zwischen einer überhöhten Aktivität des Spannungsnervs und dessen Auswirkungen auf Lebenserwartung und Krankheitsentstehung bestätigt. Die Organe können nur so gut funktionieren, wie sie vom VNS reguliert werden.
Warum kann die VNS-Analyse sinnvoll sein?
- Zur Prävention
- Zur Feststellung des Burn-Out-Risikos
- Um zu erkennen, wie der Körper mit den Belastungen und Stresssituationen des Alltags umgeht
- Zur Therapiekontrolle bestimmter regulativer Verfahren und Therapien
- Für die Risikobewertung der Organsysteme bei bestehenden Erkrankungen
Wie kann eine Regulationsstörung des VNS erkannt werden?
Die VNS-Analyse können Sie bei uns als Präventionsleistung durchführen. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel unkompliziert, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Messung nicht. Wir bieten Sie als IGeL-Leistung an.
Kosten: 50 Euro
